SPD-Kandidatin Katrin Lange erwartet „sehr knappe Wahlentscheidung“ im Wahlkreis Prignitz II/Ostprignitz II

Erststimme entscheidet, nicht Landesliste  – Scharfe Abgrenzung zu Mitbewerbern: SPD-Politikerin warnt vor weiterer Verspargelung der Prignitz und Bleiberecht für kriminelle Asylbewerber

 

Pritzwalk – SPD-Landtagskandidatin Katrin Langegeht von einer „sehr knappen Wahlentscheidung“ im Wahlkreis 02 aus. Derzeit liegt dort nach Angaben der Internetplattform wahlkreisprognose.de die CDU vorn. „Die Erststimme entscheidet darüber, wer die Region im Landtag vertritt. Sichere Listenplätze gibt es nicht“, sagte Lange heute in Pritzwalk. Die SPD-Politikerin widersprach damit dem LINKE-Kandidaten Dieter Groß, der zuletzt den unzutreffenden Eindruck zu erwecken versuchte, seine Konkurrenten würden ja ohnehin in den Landtag einziehen.

Davon könne keine Rede sein, sagte dagegen Lange, und verwies darauf, dass bei der Wahl 2014 die Landesliste der SPD nur mit einem einzigen Platz zog. Bei der jetzigen Wahl ist nach Wahlkreisprognosen sehr gut möglich, dass die Landesliste gar nicht zieht. „Es gibt also keine sicheren Plätze auf Landeslisten. Wer das behauptet, täuscht die Wähler. Wer mich für unsere Prignitz im Landtag sehen möchte, der muss mich direkt wählen und nicht andere Kandidaten, die den Bürgern jetzt Sand in die Augen streuen, was die tatsächlichen Verhältnisse angeht“, betonte Lange.

CDU: Wie die Lemminge hinter Merkel hinterher

Sie sei sicher, dass sich die Prignitzer Wähler dabei an Inhalten orientieren und nicht an wahltaktischen Manövern der Parteien, sagte die Politikerin aus Beveringen. „Es gibt zum Beispiel keinen anderen CDU-Landesverband, der wie die Lemminge ständig völlig kritiklos hinter Angela Merkel und Annegret Kramp-Karrenbauer hinterhertrottet wie die CDU Brandenburg. Und der nach der Wahl zwar erklärtermaßen mit der AfD reden will, auf gar keinen Fall aber mit Dietmar Woidke. Wer soll das verstehen? Wer das für genau den richtigen Kurs für Brandenburg hält, muss natürlich entsprechend wählen. Meine Meinung dagegen ist: Unwählbar“, sagte Lange.

LINKE: Abschiebung von Kriminellen ist „Quatsch“

Wer hingegen ein Bleiberecht für straffällig gewordene Asylbewerber für eine gute Idee halte, müsse selbstverständlich den Kandidaten der LINKEN wählen, meinte Lange. Die SPD-Politikerin verwies auf eine entsprechende Forderung der Spitzenkandidatin der Linken für die Landtagswahl, Kathrin Dannenberg, die es in einem Interview (Format „Jung & Naiv, Folge 427, ab 1:15.00 Minuten, YouTube) als „Quatsch“ bezeichnet hatte, „straffällig gewordene Menschen abzuschieben, weil sie straffällig geworden sind.“ Stattdessen komme es darauf an, es „den Behörden hier schwerer zu machen“ abzuschieben, so Dannenberg. Außerdem sollten alle, die hier einen „festen Wohnsitz“ nachweisen können, „sofort“ das Wahlrecht erhalten. „Wer das für richtig hält, muss meinen Mitbewerber von der LINKEN wählen. Ich dagegen sage: Unwählbar“, betonte Lange. „Denn wer das allen Ernstes fordert, legt die Axt an den inneren Frieden und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land. Wenn nicht mehr klar unterschieden wird zwischen der Mehrheit der rechtstreuen Schutzsuchenden und jenen, die ihr Aufnahmeland durch falsche Identitäten täuschen, betrügen oder sogar Straftaten begehen, dann wird die Akzeptanz des deutschen Asylrechts ins Bodenlose fallen. Als Innenstaatssekretärin weiß ich, wovon ich da rede“, sagte Lange.

LINKE und GRÜNE für massiven Ausbau von Windrädern in der Prignitz

Völlig klar ist außerdem, dass LINKE und GRÜNE konsequent für die weitere Verspargelung der Prignitz mit Windrädern eintreten werden. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche“, sagte Lange. So wolle der Kandidat der LINKEN den geplanten Ausstieg aus der Braunkohle auf das Jahr 2030 deutlich vorziehen, während gleichzeitig der Strombedarf des Landes nach Auffassung der LINKEN „spätestens“ bis 2025 „vollständig“ aus erneuerbaren Energien gedeckt werden soll. „Was das für die Prignitz in der Konsequenz bedeutet, liegt auf der Hand: Ein weiterer massiver Ausbau von Windkraftanlagen ohne das Recht von Gemeinden und Bürgern, darüber zu entscheiden. Das schöne Gerede von mehr Bürgerbeteiligung soll diesen Umstand nur kunstvoll verschleiern. Ich sage das deshalb so deutlich, damit sich hinterher keiner wundert und sich beschwert, er habe das nicht gewusst. Jeder kann das wissen und sollte danach seine Entscheidung treffen, und nach nichts anderem“, sagte Lange.

Lange: Für die Prignitz – gegen linke und rechte Ideologen

Lange sagte, sie werde sich als Landtagsabgeordnete mit ganzer Kraft für die Prignitz und die Interessen ihrer Einwohner einsetzen: „Ich trete an für die Interessen des ländlichen Raumes. Ich stehe mit Dietmar Woidke für das Recht der Gemeinden, über den Ausbau von Windrädern selbst zu entscheiden und bin gegen ein planloses Weiter so in der Energiewende. Jede stärkere Belastung der Energieverbraucher lehne ich ab; CO2-Steuer ist Unfug. Ich stehe für die ganz klare Unterstützung und Stärkung unserer hervorragenden Polizei, sie hat Vertrauen und nicht ständiges Misstrauen verdient. Ich bin für das Recht auf Asyl und eine vernünftige Einwanderung von Fachkräften, aber gegen eine ungeregelte Zuwanderung. Wer kein Bleiberecht hat, muss unser Land verlassen, für Kriminelle gilt das erst recht. Ich bin dafür, die Interessen des Ostens klar bei der Bundesregierung anzumelden, anstatt Angela Merkel ständig lammfromm hinterherzudackeln. Ich bin dafür, das Erbe von Manfred Stolpe, Regine Hildebrandt und Matthias Platzeck in unserer brandenburgischen Heimat unter neuen Bedingungen fortzuschreiben, anstatt Amateure, Abenteurer oder linke oder rechte Ideologen mit ihren weltfremden und schädlichen Vorstellungen ans Ruder kommen zu lassen. Das alles sind klare Unterschiede zu allen meinen Mitbewerbern. Wer diese Ziele inhaltlich unterstützt, muss daher mit seiner Erststimme auch entsprechend wählen. Wer dagegen wahltaktisch besonders schlau sein will, könnte sich am Ende noch sehr wundern“, so Lange abschließend.

Pressemitteilung – Katrin Lange – Erststimme entscheidet